Tannheimer Tal - Ostern im Tiefschnee

Urlaub mit Alexandra vom 07.04. - 21.04.01

Bisher hatte ich die Urlaube mit Alexandra beschrieben und alle Erlebnisse aufgezeichnet. Nun war alles anders. Alexandra nahm dieses Mal die Beschreibung und Aufzeichnung selbst in die Hand. Hier sind einige, in manchen Abschnitten etwas übertriebenen Beschreibungen des Erlebten.............

Die erste Katastrophe

Alles fing am Freitag an. Wie gewöhnlich saß ich vor dem Fernseher und Oma packte den Koffer und schloss ihn mit einem Zahlenschloss ab. Nach ca. 15 Minuten kam Oma zu mir und sagte: "Alexandra, ich habe ein Problem, ich habe nämlich die eingegebene Nummer des Zahlenschlosses vergessen.

Was nun ? Was tun ?

Ich hatte natürlich eine gute Idee.

Ich holte eine Zange und wollte das Schloss aufbrechen. Das war wohl nix - egal. Als Nächstes holte ich einen Schraubenzieher - Versuch geglückt - der Koffer war offen - das Schloss kaputt und Oma war froh, dass das Problem gelöst war.

Heute gehe ich nicht so spät ins Bett. Noch eben " Wer wird Millionär, die Camper und das Amt" gekuckt und tschüs.

 

Die zweite Katastrophe

Es war sieben Uhr morgens, als Oma mich weckte und sagte, mich solle jetzt mal ein bisschen aufstehen . Wie macht man das, der Kopf schläft weiter ?

Kurz vor acht Uhr steigen Oma und ich in den Bus nach Dortmund. Omas Koffer war so schwer, dass man glaubte, da wären 2 große Säcke Zement drin. Zwei Männer trugen uns die beiden Koffer in den Bus. Geschafft !

Mittlerweile waren wir an der U-Bahn-Station Westfalenhalle. Ab da fing alles an !

Die U-Bahn zum Hauptbahn hof kam und wir stiegen ein. Ich aber rannte noch einmal zurück, Oma hatte die schwarze Tasche mit den Getränken auf der Bank vergessen.

Nun waren wir am Dortmunder Hauptbahnhof angekommen und stiegen schnell aus und die Bahn fuhr weg. Da fand es sich, dass Oma die schwarze Stofftasche in der Bahn vergessen hatte!! Scheiße !!

Was nun ? Oma wusste gleich Rat. Wir gingen zu einem Bahnhof-Wachmann, der funkte den Bahnfahrer an. Dann standen wir zu Dritt in der U-Bahnstation, eine Bahn stand vor uns, doch ehe wir uns versahen, war die Bahn auch schon wieder weg und der Mann sagte, da lag eine schwarze Tasche drin. Na Super. Was bringt uns das jetzt ? Doch nach 10 Min. war alles geregelt. Oma wartete im Bahnhof mit den Koffern, ich stand unten in der U-Bahn-Station und wartete auf die U-Bahn 41, in der ein Angestellter der Bahn war. Er stieg mit der Tasche aus und ich musste ihm sagen, was in der Tasche ist, dann konnte ich sie mitnehmen.

Geschafft !!!

 

Meine Katastrophe Nr. 3

Nun waren wir schon 3 Tage in Schattwald. Heute wollten wir nach Oberjoch, das liegt in Deutschland.

Es ist ca. 10 km von Schattwald entfernt. (übertrieben, sind nur ca. 4 km (Korrektur von Oma)

Wir hatten noch ca. 1 Stunde Zeit, bis der Bus kam. Oma meinte ganz lässig, bis der Bus kommt, sind wir dreimal in Oberjoch.

Wie immer, vertraute ich Oma. Wir machten uns bei Schneetreiben auf den Weg nach Oberjoch.

Nach einer Weile hatte ich das Gefühl, dass Oma irgendwie nicht wusste, wo wir eigentlich hin mussten (übertrieben(Oma)), aber sie gab es natürlich nicht zu. 15 Minuten kamen wir in einen Schneesturm und konnten nur ein paar Meter weit kucken. Schon fing alles an.

Wir waren in einem Tal mit drei Häusern und einer Straße - super !

Wir folgten einem Schild mit der Aufschrift: Oberjoch über Zollamt. Das Problem war nur, nachdem wir ein Stück diesem Weg gefolgt waren, hörte er plötzlich auf. was nun ? Mittlerweile waren wir schon 80 Min. unterwegs (auch übertrieben) . Wir gingen einen Weg am Wald entlang, wo wir glaubten, dass er richtig sei und der Schnee ging uns bis zu den Kniekehlen. Im Wald gabelte sich der weg un d wir nahmen den linken, da Oma scheinbar ein Haus gesehen hatte. Da war aber nichts, außer einem Schild, wo Oberjoch draufstand. Jetzt ging es auch noch einen Berg hoch. (das war der Sonnenhang = Skihang von Unterjoch)

Resultat: Ich total kaputt, Oma weiß den Weg nicht und der Bus war schon fünfmal in Oberjoch. (wieder total übertrieben, Oma war fit wie ein Dingo)

Endlich wir waren in Unterjoch und ringsum nur hohe Berge. Jetzt war erst mal eine Pause dran. Wir saßen auf einer Bank, mir tropfte das Wasser in den Rücken, das aus einer Dachrinne einer einsamen Hütte stammte. Nun traten wir im Schweinsgalopp und nach zwei Stunden waren wir in Oberjoch. Der Bus braucht eine Fahrzeit von 5 Minuten. !!

Oma und ich gingen jetzt sofort nach Sport Lanig, um Langlaufski und Schuhe zu leihen . Auf einem Parkplatz mit viel Schnee konnten wir auf gerader Strecke gut üben. Ich fiel einige Male auf den Hintern und kam kaum hoch, aber sonst ging alles gut. Plötzlich hörte ich Oma lachen und ich sah, dass auch sie auf dem Hintern saß und nicht mehr hoch kam, da sie nicht mehr, wie ich, aus der Bindung kam. Als wir es endlich geschafft hatten, wir die Skier abgegeben hatten und wir eigentlich nach Hause fahren wollten, war meine teure Sonnebrille weg. Überall und nirgends suchten wir sie.

Zum Schluss ging ich noch einmal zu dem Skiverleih, da war sie dann auch.

Nun waren wir endlich zu Hause und ich stand den ganzen Abend nicht mehr auf.

Die Gummititten

Heute gingen die beiden Frauen aus dem Schwarzwald, Oma  und ich nach Rehbach. Vier Kilometer im Schnee, immer aufwärts. (geht auch abwärts) Das war eine ganz lustige Wanderung.

Kaum angekommen , bestellten wir auch schon etwas zu Essen und zu trinken. Ich bestellte Leberkäse mit Kartoffelsalat und einen Tee, Oma ein Bier und wie die Frau aus dem Schwarzwald, einen Germknödel, das ist ein Kloß aus Hefeteig, der sehr klebrig und mit Mohn bestreut ist, dazu Vanillesoße.

Die Gestalt des Kloßes wusste ich nicht, was hat das mit Gummititten zu tun ?

Als der Kloß kam, wusste ich es. Es sah wirklich so aus.

Auf einmal sagte Oma ganz leise zu uns - die Skifahrer sagen dazu Gummititten . Alle fingen an zu lachen. Ich fand das so lustig. Ich dachte mir, dass man immer wieder dazulernen kann und musste das Erlebte gleich aufschreiben.

 

Die Rückkehr von Rehbach nach Schattwald

Nach dem Verzehr von Gummititten und nachdem das andere Ehepaar aus Schattwald auch noch kam , um zu essen , machten wir uns auf den Weg nach Schattwald. Wir waren fünf Frauen und ein Mann.

Ich habe immer ein paar Schneebälle geworfen und einmal fast den Mann getroffen . Der war aber nett. Auch er machte einen Schneeball, doch er traf mich nicht.

Eine Frau aus dem Schwarzwald wollte einen Schneeball mit dem Schirm weg hauen, darum tat ich ihr den Gefallen und warf einen, der zersprang an dem Schirm und flog ihr ins Gesicht, alle haben gelacht.

Nun war der Mann wieder dran. Er war etwas stärker und drückte m ich in den Schnee und stopfte mir einen Schneeball in den Rücken. Auch das fanden alle Lustig. Ich aber nicht mehr. Doch später haben wir uns wieder vertragen Wir gingen über den Wasserfall und dem Ortsteil Steig hoch über Schattwald nach Hause.

Oma versenken

Oma und ich wollten heute Schiffe versenken spielen.

Dabei stellte sich aber heraus, dass Oma das Spiel anders spielte, als ich. Es war so, dass ich entweder nicht wusste, wie ich es ihr erklären sollte oder was n atürlich auch sein konnte, Oma zu blöd war, es zu verstehen. Denn erst am Ende des Spiels stellte sich heraus, dass Oma die Treffer, die ich bei ihr erzielte, gar nicht aufschrieb. Nun hatten wir wieder einen riesigen Spaß. Ich habe sogar so doll lachen müssen, dass ich einen Moment lang gar keine Luft bekam.

Das legte sich aber bald schon wieder, denn beim zweiten Versuch hat es dann doch geklappt.

Kaum zu glauben, aber wahr, nach zwei Spielen hat Oma es geschafft, mich zu schlagen, natürlich nur im Spiel.

Von da an heißt das Spiel nur noch Oma versenken, denn Oma wäre ja wirklich fast abgesoffen.

 

Oma das Sägewerk

Es war elf Uhr nachts, als wir ins Bett gingen. Oma las noch etwas Harry Potter vor. Während Oma so las, schlief ich dann auch ein. Das war ja klar.

Ich schlief sehr gut, bis ich dann so gegen vier Uhr morgens zur Toilette musste. Ich dachte, ich wäre in einem Sägewerk. Als ich aber wieder zurück ins Bett ging, merkte ich, dass Oma das war, die sich wie ein Sägewerk anhörte. Sie schnarchte so laut, dass ich ihr die Nase zuhielt. Auch der zweite Versuch ging daneben. Das brachte aber nur herzlich wenig. Nun musste ich handeln.

Ich schnappte mir mein Kissen und meine Bettdecke und zog, weil mir nichts anderes übrig blieb, aufs Sofa im Wohnzimmer um.

Endlich ! Ich hatte meine Ruhe und konnte n och bis 8 Uhr schlafen.

Beim Frühstück wollte Oma mir es nun gar nicht glauben, dass sie schnarche.

 

Wrestling mit Oma

Ich lag auf dem Boden und schaute Fernsehen , Oma auch, doch sie saß auf einem Stuhl.

Oma stänkerte schon die ganze Zeit herum. Ich hatte meine Füße auf Omas Hüfte gelegt.

Dann haben wir Fußtreten gespielt, doch Oma vergaß, dass sie sich auf dem Stuhl nach vorne lehnen musste und nicht nach hinten. Es muss wohl schwer sein, sich festzuhalten. Plötzlich fingen wir so doll an zu lachen, dass Oma fast mit dem Stuhl um gekippt wäre

Mit Oma ist eben immer was los.

Wrestling = Ringen

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